Am 3. Spieltag der Saison empfing Alemannia Aachen auf dem heimischen Tivoli den SV Rödinghausen. Rödinghausen hatte ein Empfehlungsschreiben im Gepäck, immerhin hatte man am vorherigen Spieltag Aufstiegsaspiranten Viktoria Köln mit 3:2 bezwungen. Auch das 1. Ligaspiel wurde nicht verloren. Gegen den SC Wiedenbrück konnten die Ostwestfalen bei einem 0:0 immerhin einen Zähler ergattern.

Die erste Viertelstunde des Spiels war ziemlich unspektakulär. Auf beiden Seiten gab es kaum Chancen und beide Teams schienen erst noch ins Spiel finden zu   müssen. Ziemlich viele Ballverluste und ungenaue Zuspiele ließen erstmal Luft nach oben. Doch die Alemannia legte eine Schüppe drauf und spielte ihre Angriffe konsequenter und mit weniger Fehlern zu  Ende und erarbeitete sich dann gute Möglichkeiten. Torunarigha lief in Minute 20 auf den Gästekeeper zu und wurde zu Fall gebracht. Ein klares Foulspiel, welches vom Schiedsrichter allerdings nicht geahndet wurde. Der Unmut der Fans war riesig und ein gellendes Pfeifkonzert gegen den Schiri war die Folge. Auch „Schieber“ Rufe hallten durchs Stadion, da Schiedsrichter Stegemann bereits vorher durch fragwürdige Entscheidungen keine Sympathiepunkte gewonnen hatte.

Durch den nun erhöhten Druck unserer Mannschaft und der Abneigung gegen den Schiedsrichter wurden die Fans merkbar lauter. Deutlich mehr Öcher Fans stimmten bei den Gesängen mit ein und dies schien auch die Mannschaft zu beflügeln. Wiederum jede gute Aktion und jede Balleroberung wurde von den Fans honoriert. In dieser Phase gelang der Alemannia auch das 1:0 Führungstor. In der 33. Minute kam Torunarigha nach Flanke von Mohr frei vor dem Tor zum Kopfball und versenkt das Tor unhaltbar zum 1:0. Das Tor schien den SV Rödinghausen wachgerüttelt zu haben. Die Gäste-Elf war nun besser im Spiel und erarbeitete sich ebenfalls gute Tormöglichkeiten, die aber glücklicherweise ungenutzt blieben. Mit der 1:0 Führung ging es in die Pause.

Die 2. Halbzeit begann eher schleppend aus Sicht der Alemannia. Rödinghausen war am Drücker und pochte auf den Ausgleichstreffer. Mehrere gute Möglichkeiten zum Ausgleichstreffer wurden glücklicherweise versiebt. In der 66. Minute klingelte es dann doch für Rödinghausen. Tobias Steffen kommt rund 20 Meter vor dem Aachener Tor frei zum Schuss und schlenzt den Ball in den Winkel. Ein wirklich sehenswerter Treffer!

Der Ausgleichstreffer zeigte Wirkung bei der jungen Aachener Mannschaft. Das Team  nahm wieder am Spiel teil und spielte die Angriffe konzentrierter zu Ende. In der 81. Minute traf der eingewechselte Nebi dann, nach Flanke von Winter, zum erlösenden 2:1 per Kopf. Nur 3 Minuten später wird der eingewechselte Yesilova zu Fall gebracht. Schiedsrichter Stegemann entschied auf Elfmeter. Mergim Fejzullahu trat an und zimmerte den Ball in die Maschen. Sein bereits 3. Saisontreffer sorgte für erleichterte Alemannen auf dem Rasen und auf den Rängen und besiegelte den letztendlichen 3:1 Sieg.

5700 Zuschauer verfolgten das Spiel auf dem heimischen Tivoli
5700 Zuschauer verfolgten das Spiel auf dem heimischen Tivoli

Diesmal hat sich die Alemannia nach dem Gegentreffer nicht aus dem Konzept bringen lassen, sondern im Gegenteil sogar noch besser gespielt. Man merkte der Mannschaft an, dass der absolute Wille zum Sieg da war und der Einsatz stimmte über 90 Minuten. Phasenweise gab es halt Abstimmungsprobleme und Fehlpässe, welche aber insbesondere in den „Sturm und Drang“ Phasen des Spiels ausgemerzt wurden.

In der kommenden Woche geht es für die Alemannia zu Viktoria Köln. Eigentlich müsste es doch mit einem Sieg klappen. Immerhin sind wir der Viktoriabezwinger-Bezwinger 😉

 

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